Der Wohnungseigentümer wird vielleicht als Bestandteil einer Bewerbung für eine Mietwohnung – zusätzlich zu Einkommensnachweisen und einer Bescheinigung, dass keine Betreibungen gegen den Bewerber vorliegen, um Ihre Zahlungsfähigkeit zu überprüfen – ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen. Definition, Verpflichtung, Beantragung… alles, was Sie wissen müssen.
Ein polizeiliches Führungszeugnis dient zur Bestätigung, dass die Person, die es angefordert hat, einen untadeligen Ruf hat. Es wird von einem Polizeibeamten ausgestellt, der aufgrund der ihm vorliegenden Informationen bescheinigt, dass die betreffende Person einen untadeligen Ruf hat. Diese Bescheinigung kann verweigert werden, wenn aus dem Strafregister eine Verurteilung zu einer Haftstrafe hervorgeht. Der Beamte kann jedoch die Meinung vertreten, dass es sich in Anbetracht der Umstände um keinen schlimmen Verstoss bzw. keine schwerwiegende Straftat handelt und das Führungszeugnis ausstellen. Wenn gegen den Antragsteller Klagen vorliegen, die an seiner Ehrenhaftigkeit zweifeln lassen, kann die Ausstellung auch verweigert werden.
Wenn Sie sich auf die Suche nach einer Mietwohnung machen, müssen Sie die verschiedenen Nachweise zusammenzustellen, die für eine fundierte Wohnungsbewerbung erforderlich sind. Und dies am besten schon, bevor Sie Wohnungen besichtigen. Denn wenn Sie das Wohnungsportal SherlockHomes nutzen, kann alles sehr schnell gehen. Hier finden Sie Wohnungsanzeigen aus der gesamten Schweiz und können mit wenigen Klicks einen Besichtigungstermin vereinbaren. Wenn die Wohnung Ihnen gefällt, müssen Sie auf jeden Fall davon ausgehen, dass Sie nicht der einzige Interessent sind. In Anbetracht dieser möglichen Konkurrenz müssen Sie bereit sein, alle Bestandteile einer Bewerbung für eine Mietwohnung nach der Besichtigung vorzulegen. Diese Nachweise werden immer verlangt: Gehaltszettel, die die Höhe Ihres Einkommens belegen und eine Bescheinigung, dass keine Betreibungen wegen Schulden gegen Sie vorliegen. Um den Wohnungseigentümer noch mehr zu beruhigen, ist es vorteilhaft, ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen, da dieses Dokument im Allgemeinen nicht vom Vermieter oder der Hausverwaltung angefordert wird. Nach einer schlechten Erfahrung verlangen manche diese Bescheinigung, und wenn Sie sie sofort vorlegen können, ist dies ein echtes Plus in Ihren Bewerbungsunterlagen.
Ein polizeiliches Führungszeugnis kann also erforderlich sein, um eine Wohnung zu mieten. Doch wo bekommt man eine solche Bescheinigung? Vor der Beantragung sollten Sie wissen, dass diese Formalität nicht kostenlos ist. Nehmen wir die Stadt Genf als Beispiel. Die Beantragung eines polizeilichen Führungszeugnisses kostet 50 CHF, und zwar unabhängig davon, ob Sie die Bescheinigung erhalten oder ob sie Ihnen verweigert wird. Gehen Sie dazu auf die offizielle Website des Kantons und füllen Sie das entsprechende Formular aus. Danach müssen Sie einen Strafregisterauszug vorlegen, der nicht älter als drei Monate sein darf. Diesen können Sie auf der offiziellen Website des Bundes anfordern. Ausserdem müssen Sie eine Kopie Ihres Ausweises beilegen. Nach Erledigung der Formalitäten und Online-Bezahlung werden Ihre Angaben bearbeitet und Sie erhalten die Bescheinigung innerhalb von 10 Werktagen.
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